Bernstein - das Gold des Meeres

 
Eine litauische Sage berichtet, dass einst die Meerjungfrau Juraté den Fischer Kastytis bei einem Sturm das Leben rettete. Sie verliebten sich ineinander, worauf der Donnergott Perkunas eifersüchtig wurde und Kastytis tötete. Seit dem weint Juraté und ihre Tränen verbreitet das Meer als Bernstein.
 
Bernstein ist im Vergleich zu echten Steinen und zu seiner Größe sehr leicht. Seine Farbe variiert von bräunlich bis honiggelb. Manchmal schimmert er auch weißlich, hellgelb oder rötlich. Hält man ihn gegen das Sonnenlicht, dann glänzt er.
Die Echtheit des Steins kann man in stark salzhaltigem Wasser prüfen: Bernstein schwimmt oben.
Ein Wolltuch eignet sich ebenfalls für einen Test: Trockener Bernstein lädt sich beim Reiben elektrostatisch auf und zieht Papierschnipsel und dergleichen an.
Die besten Chancen Bernstein zu finden hat man nach einem Sturm mit auflandigem Wind, vor allem in Herbst und Winter. Das salzige Meerwasser muss kalt sein und eine hohe Dichte besitzen. Das treibt den Bernstein nach oben.
Meist versteckt sich der Bernstein zwischen Tang, Holz, kleinen zerbröselten schwarzen Holzstückchen, Steinen und Muschelschalen, im so genannten Spülsaum am Strand.
 
Gefährlich kann es werden, wenn Sammler Phosphor mit Bernstein verwechseln. Getrockneter Phosphor entzündet sich leicht sobald er trocken ist und kann schwere Brandwunden verursachen. 
TIPP: Die gefundenen Steine niemals in die Jackentasche stecken, sondern in einen kleinen Behälter aus Glas.