Bunker Thyborøn an der Nordsee

Auf den Spuren der Geschichte des Zweiten Weltkriegs

Dänemark war insgesamt fünf Jahre während des Zweiten Weltkriegs von den Deutschen besetzt (09. April 1940 - 05. Mai 1945). Um eine Invasion der Alliierten zu verhindern, baute die deutsche Wehrmacht während der Besetzung Dänemarks den Atlantikwall. Ein Abschnitt des Atlantikwalls, die „Festung Thyborøn“, umfasste ursprünglich 66 große und 40 kleine Bunker entlang der Küste. Dänische Arbeiter erbauten unter Aufsicht der Deutschen die Bunker in den Jahren 1943 und 1944 mit dem Ziel, den Eingang zum Limfjord vor dem Eindringen feindlicher Schiffe zu schützen. Nahe der Hafeneinfahrt finden Sie einen Beobachtungsbunker vom Typ R636. Zur Luftabwehr errichteten die Arbeiter zusätzlich Geschossbunker vom Typ R671. Der dänische Architekt Poul Morell Nielsen tarnte diese als Ferienhäuser. Vor Thyborøn und um die Einfahrt zum Limfjord verlegten die Deutschen schwere Seeminen, die später unter Einsatz von zahlreichen Menschenleben entfernt wurden. Heute versinken die Bunker nach und nach im Meer oder im Sand. Einige existieren jedoch noch und liegen dicht an dicht am Strand verteilt – als unzerstörbare Mahnmale.

Erkunden Sie die Bunker bei einem Spaziergang am Meer. Auf manchen können Sie klettern und einige von innen erforschen. Über das Küstencenter Thyborøn haben Sie die Möglichkeit einen getarnten Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg zu besuchen. Ein dänischer Spion, der "Schildkrötenspion", dessen Identität bis 1989 gänzlich unbekannt war, hat diesen entworfen. Erleben und hören Sie eine der spannendsten Spionagegeschichten des Zweiten Weltkriegs.